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Q&A / Coaching / Kiesiel: Foto eines Strandes an der Nordwestseite der Coromandel-Halbinsel von Nord-Neuseeland als Symbol für die Sitzungsreise

Was ist das für eine Reise?

Alles beginnt mit dem Wunsch des Klienten nach Veränderung. Wir machen einen Plan und vereinbaren ein lohnenswertes Ziel für diese Sitzung. Ich bringe meine Erfahrung von vielen anderen Reisen mit ein, bereite die Kutsche vor und unterstütze den Klienten während der Fahrt bei der Navigation.

Auch wenn es unterwegs einmal neblig oder düster werden sollte, helfe ich den Kurs zu halten. Wir nutzen hierfür u.A. Aufmerksamkeit und Bewusstsein, beides lässt manches klarer sehen sowie Erkenntnis, welche eine erhellende Qualität hat. Mit dem Herzen steht ausserdem ein hochentwickelter Kompass zur Verfügung. Mit Hilfe der Gefühle weist das Herz auch in völliger Dunkelheit stets zuverlässig in die richtige Richtung.

Jede Expedition gestaltet sich anders, bietet Überraschungen und persönliche Abenteuer. Es kann manchmal herausfordernd sein weiterzufahren und seine Grenzen zu erweitern, schliesslich handelt sich um echte innere Arbeit. Aber der Klient hält zu jeder Zeit das Steuer in der eigenen Hand und er allein bestimmt die Reisegeschwindigkeit.

Ist das Ziel erreicht, verblassen die Mühen der Fahrt schnell. Der innere Schatz wird offenbar und die Anspannung wandelt sich ins Positive. Gleichzeitig öffnet sich der Zugang zu den guten Gefühlen und Qualitäten, die nun mehr und mehr spürbar werden. Diese laden dazu ein, erlebt und genossen werden.

Das klingt kindlich?

Ja, aber so erlebe ich es in den Sitzungen, denn die führen meist zurück in die Kindheit. Wir sind doch letzlich als Erwachsene auch noch etwas Kind zugleich, zumindest tief drinnen irgendwo. Das Kind hat damals bedrohliche wirkende Situationen überstanden, indem es instinktiv reagierte um sich zu schützen.

Die Wut, die Schockstarre, die Anspannung, die Flucht, der Rückzug, das Aufgeben, sich Kleinmachen; das Verdrängen, das Abschneiden und das Unterdrücken der überstarken schlimmen Gefühle; genau das hat damals irgendwie funktioniert.

Es war nicht schön und es fühlte sich auch nicht wirklich gut an. Aber es hat zumindest seinen Zweck erfüllt, die Situation einigermaßen unbeschadet zu überstehen. Es war eine Überlebensstrategie. Dieses Schutzverhalten haben wir als erfolgreich abgespeichert. Es hat uns geprägt. Es war uns bekannt und es hat sich bewährt. So hat sich Einiges von diesem instinkthaften Verhalten wiederholt. Und wir haben wir es nicht bemerkt.

Warum hat das immer noch Auswirkungen?

Manches Verhalten wurde so zur Gewohnheit, zu einem Muster. Und manches Muster wird selbst heute noch aktiviert, wenn nur der richtige Trigger gedrückt wird. Wie ein Programm startet es dann sogar in Situationen, die für uns als Erwachsene gar nicht bedrohlich sind.

Und weil es uns so lange begleitet und irgendwie auch immer etwas geholfen hat, haben wir uns schliesslich an das Muster gewöhnt. „Man ist halt so.“
 Auch wenn es sich nicht optimal anfühlt und obwohl es uns einschränkt in unserem Sein und in unserem Leben, wir halten daran fest.

Wir lassen es irgendwie nicht richtig los, bis wir keinen Unterschied mehr machen und glauben, dass wir das sind. Aber wir sind das nicht.
Es sind nur begrenzte Verhaltensmuster, die ihren Ursprung in unserer Vergangenheit haben. Zum Teil haben wir diese Muster schon durch unsere Eltern und Vorfahren als eine Art Werkzeug erhalten, unfreiwillig wohlgemerkt. Das erfolgreiche Verhaltensweisen als Prägung weitergegeben werden ist an sich ja eine gute Sache. Kniffelig wird es, wenn das in die Wiege gelegte Werkzeug nicht zu mir passt oder unvollkommen ist. Wenn es negative Folgen mit sich bringt und mich im Leben einschränkt.

Als Erwachsene haben wir jedoch die Möglichkeit, unerwünschte und begrenzende Reaktionsmuster zu prüfen, zu deaktivieren und aufzulösen um neue Wege und Handlungsweisen auszuprobieren. Am Anfang steht ein Wunsch.

Die Vergangenheit lässt sich nicht verändern. Aber wir können uns mit unserem inneren Kind aufmachen und auf die Reise begeben. Beide können voneinander lernen und Licht in die alten Geschichten bringen, deren Schatten sogar jetzt noch in unserem Alltag wirken und uns einschränken. Es ist ein Abenteuer und es lohnt sich, denn es fühlt sich gut an – Die Reise hin zum wahren Selbst.

Was bedeutet RPT?

RPT steht für die Abkürzung von Reference Point Technique. Der Referenzpunkt liegt in der Vergangenheit eines Klienten und bildet einen möglichen, wichtigen Ansatzpunkt für den Sitzungsprozess. RPT wird je nach Ausbildung erfolgreich von Coaches oder von Therapeuten und Heilpraktikern eingesetzt. In England und Nordirland ist RPT heute eine zugelassene Methode im jeweiligen Gesundheitssystem.

Woher kommt RPT?

Die RPT-Methode wurde ursprünglich 2009 (damals noch als „Reference Point Therapy“) von Simon und Evette Rose in Australien ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, eine effektive und zugleich nachhaltige Therapieform zu entwickeln. RPT wurde stetig weiterentwickelt und 2013 in „Rapid Personal Transformation“ umbenannt. 2013 veröffentlichte Evette Rose ihr Buch „Metaphysical Anatomy“, für das sie die gesundheitlichen Auswirkungen von unterdrückten Emotionen analysierte.
2010 absolvierte Oya Erdogan die RPT-Ausbildung bei Simon Rose und erhielt 2012 die Zertifizierung als RPT-Trainerin unterrichten zu dürfen. 2016 entwickelte sie RPT als Reference Point Technique weiter. Heute lehrt und praktiziert sie in Berlin-Charlottenburg (www.rpt-berlin.com). 2016 durchlief ich die Ausbildung bei Oya zum RPT-Coach.

 

Wann kann ich mit einem Erfolg rechnen?

Eine deutlich spürbare Veränderung wird bei RPT-Coaching meist schon in der ersten Sitzung erlebt. Jede Sitzung ist sanft und wirkungsvoll zugleich, doch geht es hier um echte innere Arbeit. Die Schutzmechanismen vor Veränderung und die Kontrollinstanzen beim Menschen sind oft (aus gutem Grunde) ausgeklügelt. Die Veränderung ist während der Sitzungsreise unmittelbar fühlbar, jedoch braucht es Zeit, damit die Veränderung auch im Alltag erlebt und als wertvoll wahrgenommen werden kann.

Es fällt nicht leicht, eingeschliffene Reaktionsmuster zu überwinden und ohne Automatismus frei und bewusst in bestimmten Situationen zu reagieren. Dieser Vorgang ist individuell unterschiedlich und braucht je nach Thema und Typ Zeit, bis der neue Zustand zur Gewohnheit wird. Das Gute daran: Wie beim Schleifen eines Edelsteins ist jeder Arbeitsgang wirkungsvoll und führt zu einem echtem Ergebnis.

Ich gehe davon aus, das jeder Mensch alles, was er für die Erreichung seines Ziels benötigt, bereits in sich trägt. Dass ihm alles, was er sich für sein Wohlbefinden wünscht, zugänglich ist, auch wenn der Zugang erst wieder hergestellt werden muss. Als Klient erfahre ich mich bereits während der Sitzung auf ganz praktische Weise im neuen, positiven Seinszustand. Wenn ich in meine persönliche Entwicklung Aufmerksamkeit investiere, hat dies unmittelbar positive Auswirkungen auf mich und mein Leben. Dabei hilft das RPT-Coaching, bis der neue Zustand selbstverständlich ist.

Ist der Erfolg auch dauerhaft?

Wirklich wertvoll ist ein Erfolg, wenn der Klient nicht nur kurzzeitig, sondern auch langfristig nicht wieder in seine alten Muster zurückfällt. Und genau da hat RPT-Coaching seine Stärken. Es ermöglicht zum Einen bewusst zu machen, warum wir bisher am Muster festgehalten haben. Gleichzeitig wird die Veränderung kraftvoll auf emotionaler Ebene wahrgenommen. Denn es fühlt sich gut an, sich positiv verändert und seine bisher nicht voll zugänglichen guten Gefühle wieder zu erleben. Ein Verständnis der Ursache ist für sich schon wertvoll, es zugleich auch zu fühlen ist ein echtes, manchmal fast überwältigendes Erlebnis.

Die Selbsterfahrung in der Sitzung geschieht demnach nicht nur kognitiv mit dem Verstand, sondern zudem intensiv auf emotionaler Ebene. Dies und einige weitere Elemente während der Sitzung tragen dazu bei, dass der Klient sich mehr und mehr auf den neuen Zustand ausrichtet. Einfach weil es erstrebenswerter ist, die guten Qualitäten wie Freude, Gelassenheit, Selbstsicherheit, Liebe, Leichtigkeit u.v.m. zu leben und zu verkörpern.

Wie nehme ich den Erfolg im Alltag war?

Wenn ich mich gut und zugleich sicher fühle, dann kann ich mich und meine Veränderung auch gut annehmen. Somit erkenne ich, dass ich  eine Wahlmöglichkeit für meinen neuen Zustand habe und dass mir vorher lediglich begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung standen. Oft habe ich impulsiv mit Wut, Starre, Anspannung, Gefühlstaubheit o.Ä. reagiert. Das hat nur begrenzt geholfen und war mehr oder weniger anstrengend und nicht wirklich befriedigend.

Wird der neue Zustand kognitiv und zugleich emotional als wertvoll wahrgenommen und werden die positiven Gefühle während der Sitzung gut im Gedächtnis verankert, so kann ich dies auch im Alltag als sinnvoll erinnern. Im Alltag fühle ich mich gut und mir stehen dank der verankerten Qualitäten auch neue und vollkommenere Handlungsweisen zu Verfügung. Ich habe die Wahl, ich bin selbstbewusst und ich bin verantwortungsvoll mit mir und mit dem was ich tue.

 

Werden Sitzungen von meiner Krankenkasse übernommen?

Da ich Coaching-Sitzungen anbiete, gibt es keine Kostenerstattung seitens der Krankenkassen. Bei beruflichen Themen kann die Rechnung jedoch ggf. steuerlich geltend gemacht werden.

Für wen sind die Coaching-Sitzungen nicht geeignet?

Generell sind Coaching-Sitzungen für Menschen geeignet, die keine ernsthaften psychischen Probleme haben und eher Hilfe zur Selbsthilfe benötigen. Für Menschen mit ernsthaften Diagnosen und schweren gesundheitlichen Problemen sind Ärzte und Therapeuten die richtigen Ansprechpartner. Ich behalte mir daher vor, neue Klienten an eine besser geeignete Stelle weiterzuleiten und ggf. die Sitzung abzulehnen.

Coaching-Sitzungen ersetzen weder eine Untersuchung, noch eine Diagnose und auch keine Behandlung bei einem Arzt oder Therapeuten. Eine Haftung für eventuelle Folgen der Sitzung ist ausgeschlossen.

Da in den Coaching-Sitzungen u.A. im besonderen Maße Gefühle bewusst gemacht werden, können sie im Falle Therapien unterstützen oder bei anderen Problemen als dem zu therapierenden helfen. Dies muss jedoch vom Klienten mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten abgeklärt werden.

 

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